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Frischer Wind im Pfarreirat

Die Amandusgemeinde hat einen neuen Pfarreirat gewählt.

Sie wollen etwas bewirken: Svea Peters und Stefan Feldhaus wurden in den Pfarreirat gewählt. —Foto: Ellen Kranz

Zwei der erfolgreichen Kandidaten sind Stefan Feldhaus und Svea Peters.

Von Ellen Kranz, Dattelner Morgenpost vom 20.11.2017

Während der bisherige Vorsitzende des Pfarreirates Stefan Feldhaus bereits viel Erfahrung gesammelt hat, ist für Svea Peters alles neu: Die 21-Jährige hat sich das erste Mal zur Kandidatur gestellt – und wurde prompt gewählt. In den nächsten vier Jahren wird die Ahsenerin ehrenamtlich an der Gestaltung der Gemeindearbeit mitwirken.

Dabei waren von den rund 10 000 Gemeindemitgliedern nur rund 300 zur Wahlurne gegangen. Von 14 Kandidaten wurden elf gewählt. „Es ist, wie es ist“, sagt Feldhaus. Der 58-Jährige ist seit gut 20 Jahren Mitglied des Rates.

Nachdem die Amandusgemeinde fusioniert war, habe der Rat dabei geholfen, dass die Teile zusammenwachsen, erzählt der frühere Messdiener. So habe der Rat Aktionen in den verschiedenen Gruppen – KAB, Frauen- und Altengemeinschaften – mitorganisiert. „Wir sind das Bindeglied zwischen der Gemeinde und dem Pastor sowie dem Seelsorgeteam – wir sind die Ansprechpartner“, sagt Feldhaus.

Aktuelle Themen

Früher organisierte der Ahsener Ferienlager. „Über diese Arbeiten war ich immer mit der Gemeinde verbunden“, schildert er seinen Werdegang. Doch es gebe auch andere Beweggründe, im Pfarreirat tätig zu sein: der Glaube oder die Einstellung zur Kirche beispielsweise.

Ein großes Thema sei der Pastoralplan, der erstellt werden soll. „Es geht darum, wie die Gemeinde sich darstellt und welche Schwerpunkte sie in naher Zukunft in Datteln wahrnimmt.“ Dazu hat es eine große Befragung gegeben, die aktuell ausgewertet werde.

Doch welchen Einfluss hat der Pfarreirat überhaupt? „Er kümmert sich um den geistlichen Zusammenhalt in der Gemeinde“, erklärt Feldhaus. „Im liturgischen Umfeld besitze er den Einfluss, um den Glauben weiterzubringen.“ Die Entscheidung über die Einstellung von Mitarbeitern werde vom Kirchenvorstand beschlossen.

Auch Svea Peters hat sich Gedanken gemacht: „Ich möchte aktuelle Themen vermitteln und die Jugendarbeit in der Gemeinde voranbringen“, sagt die engagierte Messdienerin. Neben ihrer Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin und der Arbeit für den Pfarreirat ist sie auch Mitglied in einer „Irish Dance“-Gruppe.

„Ich wurde von mehreren Leuten angesprochen und habe mit breitschlagen lassen“, erzählt sie. „Ich möchte die Meinung aus Ahsen vertreten. Viele Menschen meckern viel, aber wenn man selbst nichts macht, wird’s nicht besser“, sagt Svea Peters. „Ich bringe frischen Wind mit.“

Dabei bekommt sie auch Unterstützung aus dem Freundeskreis: „Sie waren erst verwundert, dass es so etwas wie den Pfarreirat gibt, aber jetzt finden sie es gut – ich gebe mein bestes“, erzählt das neue Mitglied im Rat. „Kirche existiert in meinem Alter meist nur einmal im Jahr an Weihnachten, aber mir macht die Arbeit Spaß.“

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