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Besuch in Brasilien im Dezember 2012

Die kleinen Schulen

Ein Bericht von Heidi Toschke über ihre Reise nach Brasilien im Dezember 2012 zusammen mit Pastor Ludger Bomers

 

Ich möchte Euch heute von Brasilien erzählen, das größte Land in Lateinamerika. In diesem Land leben viele Menschen, die sehr arm sind.

Ich war mit Pfarrer Ludger Bomers anlässlich des 50 jährigen Gemeindejubiläums unserer Partnergemeinde im Dezember 2012 in Pirapemas, im Nordosten Brasiliens. Dort wirkten und lebten unsere früheren Pastöre, Pfarrer Ludger Bomers und Pfarrer Roetger Schwartz. Ihr sollte ein wenig von dem erfahren, was die beiden dort getan haben, um den Menschen zu helfen.  Auf dem Bild seht ihr Kinder, die ich dort getroffen habe.

Pastor Bomers gründete in Pirapemas eine Genossenschaft, um der Landbevölkerung zu helfen. In einer Genossenschaft  arbeiten die Menschen zusammen und helfen sich gegenseitig, damit sie für sich und ihre Familien zu essen haben. Durch diese Genossenschaft sind die Menschen nicht mehr so arm.

Pfarrer Roetger Schwartz gründete das Projekt der kleinen Schulen. Ihm war aufgefallen, dass viele Kinder nach vier Schuljahren noch nicht einmal ihren Namen richtig schreiben konnten. Das erschütterte ihn so sehr, dass er begann in verschiedenen Sektoren der Stadt,  Räume zu suchen und einzurichten, in denen Nachhilfeunterricht  für die Kinder armer Leute stattfinden konnte. Lernen ist etwas ganz Wichtiges, damit die Menschen nicht mehr so arm bleiben.

Heute gibt es 15 solcher Nachhilfeklassen mit je 20 Schülern. Diese wurden bisher ausschließlich durch Spenden von uns, der Gemeinde St. Amandus  und Pastor Schwartz finanziert. Um den Kindern auch weiterhin die Möglichkeit zu geben,  Lesen, Rechnen und Schreiben zu erlernen,  müssen wir sie weiterhin unterstützen. Und eine Möglichkeit zu helfen ist der Solidaritätsmarsch, den ihr im Anschluss an den Gottesdienst lauft.

Aus Dankbarkeit haben sogar einige Gebäude, in denen der Unterricht stattfindet, den Name von Pastor Roetger Schwartz erhalten. „ESCOLINHA DE FORCO Pe. Rogerio“ was übersetzt bedeutet „Schule der Stärkung von Pastor Roetger“.

Das letzte Foto zeigt die Maniokfabrik in der Gemeine Sao Jose de Viktoria. Beachtet die Aufschrift des Gebäudes St. Amandus Datteln Alemanha. Vor fünf Jahren besuchte ich auch diese Gemeinde. Die Menschen dort hatten kein Wasser und keine Elektrizität. Ich wollte den Menschen dort helfen, und verkaufte damals in der Vorweihnachtszeit nach den Gottesdiensten in unserer St. Amanduskirche  selbstgebackene Plätzchen und einige Gemeindemitglieder gaben Geld dazu. Die Gemeinde Sao Jose de Viktoria freute sich so sehr über unsere Spende, dass sie beschlossen das erste Steinhaus in ihrem Ort,  ihre Maniokfabrik zu bauen. Dieses gelang ihr nur durch Mithilfe der vorhin erwähnten Genossenschaft und durch unsere Spendengelder.

An dieser Stelle möchte ich den großen Dank der Menschen an St. Amandus weitergeben. Sie schrieben als Zeichen ihrer Dankbarkeit  auf das Fabrikgebäude übersetzt. „Spende der Pfarrei St. Amandus Datteln Deutschland“, wie auf brasilianisch auf dem Foto zu sehen ist.

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