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Klima

Schild der Genossenschaft
Schild der Genossenschaft

Weil es quasi nur zwei Jahreszeiten gibt, die Regenzeit etwa von Januar bis Juni mit bis zu 2400 mm Niederschlagsmenge (in Dortmund fallen im Schnitt 850 mm Niederschlag pro Jahr) und die Sommerzeit von Juli bis Dezember mit Temperaturen bis zu 40°, muss in den Regenmonaten alles angebaut und geerntet werden.

Die hohe Intensität der Sonneneinstrahlung, Pirapemas liegt etwa 500 km südlich des Äquators, lässt die Umwelt in den Sommermonaten sehr schnell austrocknen, so dass nur trockenresistente Pflanzen überleben können.

Boden

Abgebrannte Erde
Abgebrannte Erde

Der Boden hat insgesamt eine dünne Humusschicht, Folge der Abholzung der vergangenen Jahrhunderte und der Starkregenfälle in der Regenzeit (Erosion), ist übersäuert und in der Sommerzeit knochenhart.

Um damit zurechtzukommen, haben die Kleinbauern eine Anbaumethode der Indiginas übernommen, den Wanderfeldbau. Büsche und Bäume, hauptsächlich Palmen, werden abgeholzt und verbrannt. Die Asche funktioniert wie Dünger, um in der Regenzeit auf diesen Böden dann Reis, Maniok, Mais und Bohnen anpflanzen zu können. Die Erträge sind in der Regel gering und reichen oft nicht, um eine durchschnittliche Familie mit ca. 3-5 Kindern zu ernähren.

Weil der Wanderfeldbau jedes Jahr ein neues Stück Land erfordert, Land allerdings, wegen der ungerechten Landverteilung, knapp ist, versuchen viele Menschen ihr Glück in der Stadt und landen dort in den Armutsgürteln, den Favelas.

Flussuferbepflanzung mit Jugendlichen
Flussuferbepflanzung mit Jugendlichen

Die Genossenschaft versucht auf verschiedenen Wegen, diesen Schwierigkeiten entgegen zu wirken. Es werden Wiederaufforstungsprojekte mit der Unterstützung unterschiedlicher Organisationen umgesetzt, insbesondere an den Uferböschungen des Flusses Itapecuru.

Agroforst (Mischanbau von Nutzpflanzen) und Kleintierprojekte sind andere Versuche. Durch vielfältige Erfahrungen in diesen Bereichen, ist die Genossenschaft und mit ihr Maria Detert, eine deutsche Agraringineurin, gefragte Partnerin von Regierung, Universität und ökologisch orientierten Organisationen. Viele Schulungen finden auf dem Genossenschaftsgelände statt und in einem Milchprojekt soll die Verarbeitung und Vermarktung von Milch und Milchprodukten auch wirtschaftlich die Genossenschaft weiterbringen.

(Wird fortgesetzt)

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